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Im Jahr 1912: Bezeichnung Hauptstraße 19 (lt.Einwohnerbuch S.E.), Besitzer in 1912: Anton Ungeheuer (Schlosser) Anton Ungeheuer hatte lt. Einwohnerbuch 2 Söhne und 2 Töchter. Die Tochter Bertha * 18.12.1903 heiratete den Schlosser Philipp Messer (genannt Billsche) * 24.4.1900 gest. 1964 (Infos aus meiner Messer Ahnentafel)

Lt. Zeitungsartikel von 1957 schreibt ein Journalist: "…sähe nun Clemens Brendel, der Urgroßvater von Berta Messer geb. Ungeheuer, die dies Haus mit in die Ehe brachte - Clemens Brendel, einer der ersten Nagelschmiede in Alt Niederreifenberg - , so würde er wohl ein Tränlein vergießen."

Das Haus war bis 1967 im Besitz der Familie Messer (bis die Mutter Berta Messer geb. Ungeheuer starb), danach ging es 1968 in den Besitz der Fa. Usinger über.

Das Haus der Familie Messer ist eventuell eines der ältesten Häuser Reifenbergs gewesen, es ist 1957 umgebaut worden.  (siehe Artikel von 1957). Auf dem Bild rechts ist noch das alte Fachwerk zu sehen.

Interessanterweise könnte dieses Haus auch das ehemalige Brauhaus von Niederreifenberg gewesen sein. Es gibt zumindest einige Hinweise darauf. Nebst der Lage an der Weil spricht auch dafür, dass Sette beim Abriss des Hauses im Jahre 2005 ein in die Wand eingefasst Bierfass gesichtet hatte. Auch eines der Zunftbilder könnte ein Bierfass darstellen.

24.1.: Neueste Information von Lucia Grage, ehemalige Bewohnerin des Hauses: dieses Haus sollte in den 1950er Jahren unter Denkmalschutz gestellt werden, aber die Denkmalschutzbehörde kümmerte sich nicht darum. Es soll damals bereits ca. 500 Jahre alt gewesen sein.

Am Haus waren vor der Renovierung im Jahr 1957 zwei alte Eichenbalken und Zunftbilder eingelassen, die damals herausgenommen wurden. Die Balken und auch evtl. die Zunftbilder stammten vermutlich aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Es war das alte Niederreifenberger Zunfthaus. (siehe Artikel und Bilder unten)

Das Haus war ein für die damalige Zeit großes herrschaftliches Haus und bestand nicht aus zwei Häusern, wie die Bilder von 1949 es vermuten lassen. Ihre Schwester konnte sich noch daran erinnern, dass im Parterre, vor einem Umbau, eine große Esse im Küchenbereich war, wo man Schinken räuchern konnte.

2005 wurde das Haus mit den meisten (?) Gebäuden der Haarnadelartikel-Firma Usinger abgerissen, um Platz zu schaffen für ein Neubaugebiet.

09.02: Originalbilder von Lucia Crage erhalten: die original Holz-Kassette der Wagner-Zunft befindet sich noch im Besitz. Außerdem haben wir ein besseres Bild des Hauses nach der Renovierung erhalten und auch ein Bild wo das Fachwerk noch gut zu sehen ist. Wir haben einen neuen Vergleich der Zunftbilder erstellt. Das rechte Bild scheint die Maurer-Zunft darzustellen, da dort deutlich eine Maurer-Kelle zu erkennen ist. Das linke Bild könnte ein Bierfass darstellen. Das zweite von rechts könnte eine Darstellung für den Landwirtschaft sein (Hacken). Schatten unter den ganz linken Fenstern könnten andeutet, dass hier früher ebenfalls Zunftbilder angebracht waren.

PLE-Nummer  11 Besitzer Philipp Messer oo Berta Ungeheuer
Brandkataster-Nummer unbekannt Vorbesitzer ca. 1850 Clemens Brendel (einer der ersten Nagelschmiede in NR)
ca. 1905 Anton Ungeheuer
Hausname Zunfthaus und potentielles altes herrschaftliche Brauhaus 1. Besitzer  
Straße  Hauptstraße 2. Besitzer  
Heutige Hausnummer  keine, zuletzt Hauptstraße 8 3. Besitzer  
Ort  Niederreifenberg 4. Besitzer   
Baujahr  vor 1845 5. Besitzer   
Abrissjahr  2005 Umbauten   1957 Renovierung und Umbau
Erbauer  Caspar Brendel ? Architekt