Alte Schule in NiederreifenbergDas Verwaltungsgericht hat endlich entschieden, dass der Denkmalschutz der Alte Schule nicht aufgehoben werden darf. Der Antrag der Gemeinde Schmitten wurde abgelehnt. Ein gutes Urteil aus Sicht des Denkmalschutzes. PLE unterstützte den Denkmalschutz des Gebäudes nach Bekanntwerden der Gemeinde-Pläne, indem wir die Geschichte des Gebäudes in dem PLE Heft "Die alte Schule von Niederreifenberg" beschrieben und veröffentlichten. Die Information liessen wir auch dem Landesdenkmalamt zukommen.

Die Gemeinde selbst hatte das Gebäude unter Denkmalschutz stellen lassen. Wie könnte es also überhaupt angehen, dass dieser durch erneute gegenteiligen Antrag wieder aufgehoben werden sollte ? Hier sollten -offensichtlich- die klammen Kassen auf Kosten des Denkmalschutzes saniert werden. Ein unglaublicher Vorgang. Die Gemeinde selbst hat es in Jahrzehnten unterlassen das Gebäude in akzeptablen Stand zu halten. Dass das Gebäude als finanzieller Ausgleich für ein Projekt einkalkuliert wurde, war sowohl unredlich als auch blauäugig.

Was passiert nun mit der alten Schule ?

In unseren Augen muss nun eine vernünftige Lösung mit Augenmaß her. Anstatt weiterhin sinnlos Geld für Verhandlungen und Anwälte zu verschleudern (das kostet schließlich nicht nur die Gemeinde, sondern auch das Land und den Staat, unser aller Geld), sollte sich die Gemeinde bzw. Bürgermeister Kinkel endlich Gedanken über Plan B machen oder -falls vorhanden- diesen umsetzen.

Unsere Meinung: anstatt den Denkmalschutz weiter zu torpedieren, sollte sich die Gemeinde entweder besser um ihr eigenes Hab und Gut kümmern oder eine Konsens-Lösung mit einem potentiellen Investor und dem Landesdenkmalamt finden. Dass dies gehen kann, hat die Familie Eschweiler in Oberreifenberg gezeigt. Hierzu wird sich die Gemeinde dann ggf. aber von ihren viel zu hoch angesetzten Geldforderungen endlich verabschieden müssen.