Daß die Niederreifenberger -aus Spass am Uutznoome- auch die "Zischeyner" sind, weiß ja mittlerweile fast jeder. Die Ursachen dafür kennen wir heute nicht mehr. Daß es aber wirklich Zigeuner bei uns in der Gegend gab, ist nun nachgewiesen. Letztens fanden wir im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden einen Brief aus dem Jahre 1738, in dem der damalige Reifenberger Rentmeister Dott an den Grafen Johann Maria Rudolf Waldbott von Bassenheim über die hiesigen Probleme mit einer Zigeuner-Bande schreibt. Damals ist es wie heute: die Schmittener traktierten die armen Leute aufs schlimmste, während sie in Reifenberg ungestraft davon kamen. ;-)

Aber Spass beiseite: die Zeiten damals waren hart und die Zigeuner wurden damals nicht nur für vogelfrei erklärt, sondern es gab vom Landgrafen offensichtlich sogar eine Kopfgeld-Prämie für die Ermordung derselben. Aber lest einfach selbst.

Wer möchte, kann gerne mal versuchen, den Text anhand der unten beiligenden Originale nach zu vollziehen.

Unser Dank gilt -wie immer- wieder dem Hauptstaatsarchiv Wiesbaden für diese wertvolle und interessante Quelle.

Zu finden in HHStAW Abt 333 Nr. 1413

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