Es war 1353, als Siegfried von Rheinberg auf dem Eichelbacher Hof Hochzeit hielt. Der Raubritter Friedrich von Hattstein, der auf seiner Burg bei Schmitten im Taunus von dem Fest erfahren hatte, wollte es für seine Zwecke nutzen. Bei Nacht und Nebel verließ er mit ein paar Männern seine Burg und überrumpelte das Hochzeitsgelage, sodass der Rheinberger nur mit knapper Not durch einen Geheimgang entkommen konnte.

Mit diesem Tag, so ist aus alten Aufzeichnungen zu lesen, begann ein Raubritterwüten des Hattsteiners zwischen Camberg, Hasselbach und Rod an der Weil. Kaufleute mieden die ehemals viel befahrene Straße, denn auf ihr erpresste und plünderte der Hattsteiner häufig und ohne Rücksicht.

[TZ vom 18.5.2013]

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