15.3.1733

Oberreifenberg - Tod von Johann Georg Müller

Die Entstehung der heutigen St. Gertrudis Kapelle verdanken wir dem Reifenberger Einwohner Johann Georg Müller, der am 15.3.1733 im Alter von 100 Jahren starb.

Er wallfahrtete um 1700 nach Walldürn, um von einer linksseitigen Lähmung geheilt zu werden; falls er wieder gesund würde, wolle er zu Reifenberg eine Hl. Blut Kapelle erbauen. Müller kam nach einer mühevollen Reise von acht Wochen in Walldürn an, genas von seinem Leiden und erbaute auf dem Reifenberger Friedhof, der sich an der Stelle der heutigen Pfarrkirche befand, die versprochene Kapelle. Da Müller es versäumt hatte, den Grafen Bassenheim um Erlaubnis zu fragen, ließ dieser die hölzerne Kapelle nach Niederreifenberg transferieren, wo sie noch lange Zeit als " Kapellhaus " bestand.

Graf Bassenheim ließ dann die Kirche zu Seelenberg erbauen, damit Müllers Gelübde erfüllt wurde. Dieser gab sich aber damit nicht zufrieden und erreichte bei Graf Bassenheim, dass dieser zu Reifenberg die Hl.-Kreuz-Kapelle, die heutige St. Gertrudis Kapelle erbauen ließ.

Johann Georg Müllers Grabkreuz aus grauem Marmor befand sich in der alten Kirchenmauer, die 1962 abgetragen und zum Auffüllen des alten Schwimmbades benutzt wurde.

( Quelle: Die Oberreifenberger St. Gertrudis Kapelle 1985 S.40 - Forschungsergebnisse von Wolfgang Meister)

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