Im September 1740 wurden an der Heilig Kreuz Kapelle Ausbesserungsarbeiten vorgenommen und das schwarze Epitaph aufgestellt.

In einer Rentei-Rechnung von 1740 sind die Kosten dafür dokumentiert. Entgegen der Aussage von Wolfgang Meister in der Kapellen-Dokumentation „Die Oberreifenberger St. Gertrudis-Kapelle” von 1985, gehen wir davon aus, dass der Idsteiner Steinhauer auch das Epitaph selbst erstellte. Evtl. wäre hierzu nochmal die Kirchen-Chronik heranzuziehen. Allerdings ist der Eintrag von Anton Rudolph eigentlich so zu deuten, dass 4 Tage daran gearbeitet wurde. Das war vom Aufwand vermutlich nicht nur der Einbau.

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Auszug aus der Rentei Rechnung von 1740 (HHStaW Abt. 333 Nr. 3084):

(01)

Ausgab Geldt

91. Baw Cösten Zur H. Creutz Capell. fl. alb. d.

 

36 Den 23. Sept. dem Joseph Seignorino Italianern

in Oberursell Vor 20 Pfund Stangenbley, die Zollen

und Klammeren ahm Epithaphio Zu umbgiesen

p 3 alb.      2fl

 

37 Eodem dem H. trib p 53 Pfund breit Staab und Traillen-

eysen zu Tollen und Klammeren p 14 d.       3 fl.  2alb.  6d.

 

38 Dem Philipp Brendel Schmitt Zu Reiffenberg, welcher

auß diessem eysen 7 Klammeren gemacht.     21 alb.

Item 8 Tollen            16 alb.

Dem Nicol Vest Von 2 Bugbäumen Zu Zwey böcken

herbey Zu fahren          8 alb.

 

39 Dem Mathes Trautman Zimmermann Von diesen 2

böcken zu machen.       20 alb.

 

40 Dem Johannes Heffeler Steinhauer Zu Idstein daß

Epitaphium ein Zu Hawen und auff zu Richten 4 fl.

 

41 Dem Anton Rudolff Mauern, welcher diesen Stein=

hauer 4 1/2 tag geholfen     1 fl.  24 alb.

Vor Kalch 10 alb.

 

42 Dem Peter Schmitt Schlossern, welcher Zwei Riegel

ahn die Thier gemacht, und daß Schloss repariert,

darzu auch zwey newe Schlissel gemacht 1 fl.

 

Summa 14 fl.   11 alb.   6 d.

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