Am 2.11.1912 erlebte die Oberreifenberger Bevölkerung eine damals sicher aufregende Premiere: das erste mal brannte in den Straßen Oberreifenbergs elektrisches Licht. In der Pfarrchronik finden wir folgenden Eintrag im Jahr 1912:

"Bereits im vorigen Jahre waren vom Sodener Elektrizizätswerke die Vorbereitungen zur Einführung des elektr. Lichtes in hiesige Gemeinde getroffen worden. Die Masten im Orte waren bereits gestellt. Aber die Zuleitung von Königstein her stießen auf Schwierigkeiten, da der Gesellschaft nicht gestattet wurde, ihre Masten der Straße entlang zu stellen, wegen den Telephonanlagen zu beiden Seiten der Straße. Es blieb also nur übrig, die Leitung über den kleinen Feldberg oder vermittels unterirdischen Kabels hierherzuführen. Inzwischen knüpfte die Gesellschaft Verhandlungen mit den Main-Kraftwerken in Höchst wegen Verkaufs ihres Werkes an. Anfangs 1912 kam der Kauf zustande. Die Main-Kraftwerke übernahmen auch die Verträge, die vom Sodener Werk bereit abgeschlossen waren, auch den mit Reifenberg. Sie stellten die Zuleitung von Oberems aus, wo sie schon Anlagen besaßen, ?unleserlich? durch den Wald her. Am 2. November d.J. brannte zum erstenmal in den Straßen Oberreifenbergs das elektrische Licht."

Quelle: Pfarrchronik Oberreifenberg, Eintrag Pfarrer Kilburg für 1912.

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