Der Titel dieses Heftes mag den einen oder anderen eher wie ein Scherz anmuten. Ein "herrschaftliches Brauhaus" in Niederreifenberg? In der Tat!

Die ehemaligen Besitzer des Hauses waren sich in den 1950er Jahren des historischen Wertes bewusst, da es ihnen als altes Zunfthaus bekannt war. Sie konnten nicht wissen, wie bedeutsam es durch seine herrschaftlichen Besitzer einstmals wirklich war. Dennoch versuchten sie, es unter Denkmalschutz zu stellen. Leider ohne Erfolg.

Im Jahre 2005 wurde das historisch wertvollste Haus Niederreifenbergs abgerissen, um einem Neubaugebiet Platz zu machen. Es hat den Anschein, als ob das Haus damals einen allerletzten Weckruf ausstoßen wolle, denn ausgerechnet während des Abrisses offenbarte sich die entscheidende Spur über dessen wirkliche Herkunft: ein eingemauertes Bierfass unter der alten Eingangsstufe des ursprünglichen Hauses!

Initiiert durch diesen Fund erfolgten weitere Recherchen, die teils Lustiges, teils Skurriles über die damaligen Ortsbürger und, allem voran, reichhaltige Details über das frühere Reifenberger Brauwesen des 17. Jahrhunderts aufzeigten.

Wer außerdem wissen möchte, warum einer der Braumeister damals "eher den galgen als lohn verdint" hätte, ein anderer sogar in den "Turn" geworfen wurde oder was Pater Franz Wenzel nach dem Verkauf des Brauhauses in Oberreifenberg vorhatte, der sollte einen tieferen Blick in das neueste Heft des "Pfarr- und Ortsarchiv Reifenberg" werfen.

Das 92-seitige Hardcover-Buch ist seit 6. Juli 2021 für €9.90 im Cafe Waldschmitt in Oberreifenberg oder im Pfarr- und Ortsarchiv Reifenberg erhältlich.

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