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Philipp Ludwigs Erben entstand kurz vor Weihnachten 2007 als Schnapsidee nach einem Friseurbesuch. Ich wurde in WKW eingeladen und fand es prima, dort wieder alte Bekannte zu treffen. Auch die Aufmachung gefiel mir. Einige Sachen aber auch nicht: lahme Geschwindigkeit, Personen-Sammelwut von Usern & Gruppeneinladungen die keinen wirklich ernsthaft interessieren.

Da ich zu dieser Zeit gerade meine erste Webseite auf Grundlage eines Content-Management-Systems aufgebaut hatte, dachte ich: warum nicht mal probieren dieses System nachzubauen ? Nach einer knappen Woche „stand“ meine Seite und ich lud ein paar Leute ein.

Da ich gerne rumprobiere, baute ich die Webseite testweise 2-sprachig auf. Auf Deutsch und auf "Reifebeerjer Platt". Wie sich schnell zeigte, war es gerade das, was den Leuten gefiel. So wurde in den Foren, im Chat oder auch in Mails teils platt gesprochen. Nach und nach kamen Vorschläge dazu, was man noch so gebrauchen könnte und in der Regel war das auch meist in Kürze umsetzbar.

PLE hatte gegenüber seiner Anfangsphase deutlich an Profil gewonnen und klar definierte Ziele: PLE sollte lustig und unterhaltsam sein, die aktuellsten Informationen aus unserer Region bieten und auch die Geschichte unserer Dörfer beleuchten.

Leider zeigten sich diese Ziele als zu hoch. Denn die Administration neuer Inhalte war sehr zeitaufwändig und auch das regelmäßige Pflegen der sehr komplex gewordenen Webseite forderte Aufwände die dauerhaft nicht tragbar waren. Im März 2011 entschloss ich mich aus der Community Webseite eine rein geschichtliche Webseite zu machen.

Die gesammelten Inhalte sollten aber irgendwie weiterhin verfügbar bleiben und zwar nachhaltig und ohne auf Webtechnik zu basieren. Also entschied ich mich die Inhalte in PDF-Dateien zu packen.

Als mir dann irgendwann mein Heft von Karl Wild über Philipp Ludwig von Reifenberg quasi in den Händen zerfiel, wollte ich dieses selbst drucken und binden lassen. Ich scannte das Heft ein, ließ es über Text-Erkennung laufen und machte ein PDF daraus. Hier stolperte ich dann über eine Druckerei in Berlin, wo man für einen halbwegs akzeptablen Preis einzelne Exemplare drucken konnte. Das Ergebnis war gut und ich entschloss mich, dies auch für unsere eigenen Dokumente in Erwägung zu ziehen und bei Bedarf für interessierte PLE'ler drucken zu lassen.

Als nun der 300-jährige Geburtstag der St. Gertrudis-Kapelle immer näher rückte, entschied ich mich ein erstes offizielles "PLE-Heft" herauszugeben. Der Verkauf war ein Erfolg und ich entschloss mich noch mehr unserer Inhalte auf Papier zu bringen und zu verkaufen. Daraus sind nun über die letzten Jahre 13 eigene Hefte & Bücher (blaue Serie), 5 Nachdrucke komplett aus der Frakturschrift transkribierte Werke (grüne Serie) und einige Nachdrucke (braune Serie) geworden. Zusätzlich habe ich an Weihnachten 2012 zwei Sammelbände herausgegeben, die ebenfalls gut verkauft wurden.

Da ich allerdings seit März 2013 wieder eine Vollzeit-Tätigkeit übernommen habe, sind die Publikationen seltener geworden. Dennoch arbeite ich weiterhin an zwei weiteren Heften (primär "Mühlen und Weiher", Reifenberg-Ursprungsforschung), die aber noch viel weiterer Forschungsarbeit bedürfen.

Parallel arbeite ich aber immer wieder an Transkriptionen, die ich regelmäßig in PDF's packe. Hierzu gehören aber auch Themen, die nicht direkt mit den Heften zu tun haben. Hierbei bin ich auf mehrere interessante Sachen gestoßen, die ebenfalls weiterer Forschung bedürfen: die Dokumentation einer Schmittener Räuberbande in den 1840er Jahren und einem spannendes Ereignis, welches sich 1718 in der Heilig-Kreuz-Kapelle zugetragen hat. Für beide Themen müssen weitere Forschungsarbeiten getätigt werden, da ich sie nicht ganz unerforscht publizieren möchte. Diese werden hier bei PLE als Artikel erscheinen.

Ein weiterer großer Punkt ist und bleibt jedoch die Webseite an sich. Für das alte System war der Support leider schon über 1 Jahr ausgelaufen und ich lief Risiko irgendwann gehackt zu werden. Die Bildergalerie war aufgrund ihrer schlechten Programmierung eigentlich dem Untergang geweiht, aber durch Spenden konnte ich die Webseite und die Galerie durch einen IT-Spezialisten auf den neuesten Stand bringen lassen. Auf ein Forum verzichte ich vorerst, da es in der letzten Zeit mit "Konkurrenz" wie Facebook wenig bis keine Akzeptanz mehr hatte.

Wir sind technisch und optisch auf dem neuesten Stand: dies ist nun die 5te Generation der PLE-Seite. Allerdings ich habe diese nur mit finanzieller Unterstützung von sette und glitzer auf den jetzigen Stand bringen können. Dies bewegte sich aber noch in einem -wie ich glaube- vertretbaren Rahmen, dennoch sind auch jetzt schon wieder unzählige Stunden hier rein geflossen. Vielleicht ist das aber ein Modell der Zukunft, um diese Seite weiter zu erhalten.